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  Akira
 
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Akira  ist ein Manga von Katsukiro Otomo aus dem Jahr 1982, der  1988 von diesem auch als Anime umgesetzt wurde. Er gilt als Meilenstein der Comic-Geschichte und spielte für die Verbreitung von Manga und Anime im Westen eine Schlüsselrolle, unter anderem war er die erste in Deutschland komplett veröffentlichte Manga-Serie. Die Atmosphäre des Comics entspricht der anderer Dark-Future-Werke  wie Blade Runner,Blame! oder zeitgenössischeren Werken wie Snow Crash von Neal Stephenson.

Otomo gelang trotz der Länge von ungefähr 2000 Seiten das Kunststück, mit vielen Charakteren und zahlreichen parallelen Handlungssträngen zu arbeiten, ohne die eigentliche Geschichte aus dem Blick zu verlieren.

Handlung 

Akira spielt im Jahr 2030 in Neo-Tokio nach dem Dritten Weltkrieg. Als die beiden jugendlichen Motorrad-Freaks und Gang-Mitglieder Kaneda und Tetsuo zufällig einem kleinen Jungen mit greisenhaften Gesichtszügen und übernatürlichen Fähigkeiten begegnen, werden sie unversehens in politische Intrigen auf höchster Ebene verwickelt. Mehrere Gruppen kämpfen um den geheimnisvollen Akira, der in einem unterirdischen Forschungslabor im Kälteschlaf liegt und dessen Erwachen das Ende der Welt heraufbeschwören soll. Als bei Tetsuo ebenfalls übernatürliche Fähigkeiten festgestellt werden und er zunehmend größenwahnsinnig wird, ist das der Auftakt für eine unvorstellbare Katastrophe – aber vielleicht auch für einen Neuanfang.

 

Veröffentlichungen

Akira erschien in Japan von Dezember 1982 bis Juni 1990 in 120 Einzelkapiteln im Manga-Magazin Young Magazine des Kodansha-Verlags. Bei ihrer Fertigstellung umfasste die Serie ungefähr 2000 Seiten, die auch in sechs Sammelbänden zusammengefasst wurden.

Der Manga gelangte von Japan zunächst in die USA. Dort wurde sein äußeres Erscheinungsbild radikal umgearbeitet: Die Leserichtung wurde von „japanisch“ auf „westlich“ gespiegelt, und die ursprünglich schwarz-weiße Serie wurde nachträglich durchgehend koloriert.

Diese US-Fassung wurde vom Carlsen Verlag übernommen und von April 1991 bis Januar 1996in Deutschland veröffentlicht, wobei die Anzahl der Bände durch eine neue Aufteilung auf 19 erhöht wurde. Der ebenfalls erschienene Band 20 gehört nicht zur eigentlichen Serie, sondern beinhaltet ein Skizzenbuch mit Entwürfen. Von Juli 2000 bis August 2001 brachte Carlsen Akira noch einmal auf den Markt, dieses Mal in einer „werkgetreueren“ Ausgabe in sechs schwarz-weißen Bänden, aber immer noch in westlicher Leserichtung.

 

 
   
 
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